Aktuelle Situation

Für die Aktienmärkte war in den letzten Jahren die Notenbankpolitik und die daraus resultierende Liquidität entscheidend. Deren Maßnahmen werden auch in den kommenden Wochen und Monaten unterstützend sein.

Durch die jüngste Krise ist nun jedoch auch ein enormer Druck auf die Politik entstanden, konjunkturelle Maßnahmen zu ergreifen und Investitionen anzuschieben. Gerade Deutschland hat in den letzten Jahren viele Reserven aufgebaut und kann hier jederzeit Impulse setzen.
Europäische Standardwerte sind in den letzten 5 Jahren kaum gestiegen und werden durch den jüngsten Rückgang wieder unterhalb des langfristigen Durchschnitts bewertet. Hinzu kommt eine attraktive Dividendenrendite. Viele Marktteilnehmer stehen unter enormen Renditedruck, sind zudem unterinvestiert und wollen bzw. müssen demnächst kaufen. Daher bleiben wir bei unserer Einschätzung und sehen die kommenden Jahre besonders für amerikanische und europäische Aktien positiv.

Vor dem Hintergrund der erhöhten Unsicherheit und der aktuell großen Schwankungen an den Märkten, warnen wir davor, das Heil in 100% „Cash“ zu suchen.

Maßnahmen im CARAT Liquditätsspeicher

Innerhalb des CARAT Liquiditätsspeichers haben wir bereits Ende Februar reagiert und Cash-(Ersatz)-Positionen aufgebaut und die Quote reiner Aktienfonds von 15% auf 9% gesenkt, die Aktienquote des Portfolios (inkl. Mischfonds) liegt nun bei nur noch 13%.

Durch die von Panik getriebenen Reaktionen und den daraus resultierenden irrationalen Bewegungen an den Finanzmärkten, sind unsere als Cash-Ersatz allokierte Absicherungspositionen stark gefallen. Obwohl das Management mit Ihrer mittelfristigen makroökonomischen Einschätzung richtig liegt haben die Fonds unser Ergebnis kurzfristig negativ beeinflusst. Die Absicherungspositionen (H2O- und MainFirst-Fonds) sind bei einer aktuellen Gewichtung von rund 25% für mehr als 50% (Stand 11.3.: -3,21%) der diesjährigen Verluste von -6,25% des Portfolios verantwortlich. Eine ähnliche Verwerfung gab es bereits Anfang 2016, hier wurden innerhalb von 3,25 Monaten 80% der Verluste und nach 8,25 Monaten die Verluste wieder komplett aufgeholt. Nach Rücksprache mit dem Fondsmanagement gehen aktuell von einer ähnlichen Entwicklung in den nächsten Monaten aus. Chartverlauf des H2O Multibonds von 11/2015 bis 10/2016 nachfolgend.

Ausblick

Nach dem Ausverkauf an den Aktienmärkten vom 9.3. ist die erwartete Gegenbewegung eingetreten. Sollte die Gegenbewegung ein Strohfeuer sein und die Aktienmärkte weiter Richtung Süden zeigen werden wir handeln und den Cash-Anteil im CARAT Liquiditätsspeicher erhöhen sowie die Aktienquote auf 10% senken.
Die Absicherungspositionen (H2O und MainFirst) werden wir halten, gegebenenfalls sogar noch leicht aufstocken, da die Märkte früher oder später wieder von fundamentalen und makroökonomischen Fakten geprägt sein werden und damit die irrationalen Kurs-Verwerfungen bei Aktien, Anleihen und Währungen wieder ausgeglichen sein werden.

Empfehlung – Nachkaufen

Für den mittelfristig (Anlagehorizont 2 bis 3 Jahre) orientierten Investor stellt der aktuelle Kursverlust des CARAT Liquiditätsspeichers eine ausgezeichnete Einstiegs- und Nachkaufgelegenheit dar.

Fazit

Bleiben Sie gelassen und entspannt. Denn nach Regen folgt immer wieder Sonnenschein.